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Luther und Slobbie

„Ich habe heute viel zu tun, darum muss ich heute viel beten.“


Slobbies (als Akronym gebildet aus slow but better working people), auch Slobbys, sind Menschen, die ihren Alltag eher langsam leben. „Slobbie sein“ wird als Lebensstil entgegen allen schnelllebigen Inhalten gesehen, bei dem Qualität vor Quantität steht. Der typische Slobbie hat keine Eile, meidet hektische Begebenheiten und ist oftmals viel langsamer bei seiner Arbeit. Meist haben Slobbies schlechte Erfahrungen durch falsche Lebensplanung gemacht und besinnen sich ihrer Familie, ihres eigenen Lebens oder der Umwelt neben Arbeit und Aufgaben (Wikipedia-Eintrag, aufgerufen am 01.03.2017). In Zeiten der Reformation kannte man natürlich noch nicht diesen zeitverdichteten Alltag des angehenden 21. Jahrhunderts. Aber auch schon vor 500 Jahren erlebten Menschen Zeitdruck. Martin Luther, aufgrund seines vielfältigen Wirkens sicherlich immer wieder unter Zeitdruck, hat mit seinem Ausspruch: „Ich habe heute viel zu tun, darum muss ich heute viel beten“, deutlich gemacht, wie wichtig es ist, sich nicht in Hektik hineintreiben zu lassen, sondern immer erst einmal innezuhalten. Ein stilles Gebet, in dem ich meinen gefühlten Druck vor Gott ausbreite, hilft sich selbst zu sortieren, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, also Prioritäten zu setzen, zur Besinnung zu kommen. Das Gebet vermittelt Ruhe, es lässt gelassener werden, denn der größte Teil des Drucks besteht nur in meiner Vorstellung. In den allermeisten Fällen wird nicht so heiß gegessen wie gekocht wird. Es muss nicht immer alles sofort sein. Schließlich entstehen in der Hektik oft viele Fehler, die dann wiederum teilweise sehr zeitaufwändig korrigiert werden müssen oder aber auch unnötig Ressourcen verschwenden Auch 500 Jahre später bleibt diese Erkenntnis aktuell, ja sie ist angesichts des durch Hektik und Schnelllebigkeit geprägten Alltags immer bedeutsamer, dass sich sogar Menschen des langsamen Lebensstils verschrieben haben. Das müssen wir nun nicht gleich alle, doch ist es gut, sicher immer mal wieder den Rat Martin Luthers zu Herzen zu nehmen und sich die Zeit zu nehmen für ein stilles Gebt, innehalten, sich besinnen: „Ich habe heute viel zu tun, darum muss ich heute viel beten.“ Viel Erfolg!